Placebo von Reznor angesteckt 23. März 2009
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Am 8. Juni wird Placebos neues Album Battle For The Sun veröffentlicht. Auf ihrer Homepage kann man sich jetzt schon mal die Single kostenlos runterladen.
NIN|JA Tour Sampler 21. März 2009
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Trent Reznor verschenkt mal wieder Songs. Als Abschied in eine etwas längere Pause touren Nine Inch Nails zusammen mit Jane’s Addiction und Tom Morellos neuer Band Street Sweeper (die sich verdächtig nach RATM anhört) durch die USA. Das Projekt nennt sich NIN|JA und auf der Homepage dazu kann man sich einen 6 Songs umfassenden Tour Sampler – wie immer – umsonst herunterladen. Jede Band hat zwei bis dato unveröffentlichte Songs dazu beigesteurt.
This One Is On Us 2. März 2009
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Trent Reznor ist einmal wieder in geberlaune. Nachdem 2008 das letzte Nine Inch Nails Album The Slip umsonst im Web veröffentlicht wurde, gibts es jetzt die Live-DVD zur Tour Lights In The Sky umsonst.
Hintergrund ist, dass die Shows von Reznors Team gefilmt wurden, die Rechte aber noch bei seinem alten Label Universal liegen. Seltsamerweise sind 400 GB an HD-Filmdaten geleakt und wurden schnell über das BitTorrent-Netzwerk verbreitet. Natürlich hat Trent Reznor damit nichts zu tun. Allerdings hat er auf seiner Bandseite einen Kommentar dazu abgegeben, der darauf hinauslief, dass NIN-Fans mit der Fähigkeit Videos zu schneiden und bearbeiten sich der Sache doch mal annehmen sollten. Auf der Website thisoneisonus.org kann man sich jetzt das Endprodukt auf DVD bestellen.
Inhaltslos 20. Dezember 2008
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Auf einmal hat man nichts mehr zu sagen. Nichts mehr mitzuteilen. Man sitzt auf einem Stuhl, liegt im Bett oder fährt gerade Auto – plötzlich fragt man sich: Was habe ich zu sagen? „Sagen“ kann man immer viel. Nur welchen „Inhalt“ möchte man vermitteln? Hat man überhaupt einen Inhalt zu vermitteln?
Wie kams soweit? Oder wie konnte man jemals ernsthaft glauben oder denken, es hätte eine Relevanz was mann mitteilt? Für was gibt es im StudiVZ die „Ich mache gerade…“-Box? Was will man dort sagen? Und an wen ist es adressiert? Wieso regt man sich zum einen über Datenschutz, Telekom und BKA auf, auf der anderen Seite ist man bewusst ein gläserner Mensch, der alles, wirklich alles zeigt. Fotos von der letzten Party, Hobbies, Jobs, Einstellungen und Beziehung. Aber wie schon einmal gefragt: Was hat man zu sagen? Und wen interessierts? Wen interessiert mein Geschwätz von gestern? Nicht einmal mich selbst…
Über die Gerechtigkeit 20. November 2008
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Dank Finanzkrise wird wieder einmal über Managergehälter, Kapitalismus und – passend dazu natürlich Gerechtigkeit – diskutiert. Geradezu inflationär – ironischerweise – wird dabei dieses doch sehr abstrakte Wort bemüht. Was es aber ist, weiß auch keiner so richtig. Ich auch nicht. Deswegen drängt sich der Verdacht auf, dass Gerechtigkeit nicht existiert.
Wenn es um Gerechtigkeit geht wird gerne der Grundsatz „Alle Menschen sind gleich“ zitiert. Deswegen darfst du auch nicht mehr verdienen als ich. Gut, schon. Aber so prinzipiell nicht. Um die Größe des Geldbeutels soll es aber erst einmal nicht gehen. Wie muss man sich das vorstellen – alle Menschen sind gleich? Ich würde mich dagegen wehren genauso zu sein wie mein Nachbar. Achso, abstrakter ist das alles gemeint? Ok, veranstalten wir ein 100 Meter Wettrennen: Kommen alle zeitgleich ins Ziel? Nein, denn der eine dopt, der andere nicht…Bei der Tour der France in den 90ern schien durchaus das komplette Teilnehmerfeld von irgendwas chemischem unterstützt zu werden. Also herrscht auch hier Chancengleichheit. Lässt sich also nur noch die genetische Disposition zur Verantwortung ziehen. Alle Menschen sind gleich? Scheint nicht immer der Fall zu sein. Zumindest was die körperlichen und geistigen Fähigkeiten angeht.
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Nur blöd, dass die Anwälte, welche einen bei Gericht vertreten, der oberen Prämisse unterliegen. Außerdem soll es ab und an vorkommen, dass Gerichte in unterschiedlichen Instanzen bei dem selben Fall zu unterschiedlichen Urteilen kommen – liegt es jetzt daran, dass nicht alle vor dem Gesetz gleich sind – oder, dass es keine wahre Gerechtigkeit (oder zumindest immer nur eine Gerechtigkeit) gibt?
Wo man auch sucht, man wird niemals Gerechtigkeit finden. Es widerspricht der menschlichen Natur gerecht zu sein. Damit muss man sich arrangieren, seine persönlichen Schlüsse daraus ziehen. Man muss nur noch eine andere Instanz finden, die die Welt vor dem totalen moralischen Kollaps bewahrt. Viel Glück beim suchen!
Bloc Party – Intimacy 16. September 2008
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Seit 21. August ist die digitale Version des neuen Bloc Party Albums zu erstehen. Ab 27. Oktober kann man sich dann die CD kaufen, auf welcher 3 oder 4 Lieder mehr enthalten sein sollen als in der Download-Version.
Die Single Mercury hat es bereits angekündigt, Bloc Party geht einen neuen Weg.
Doch das Album startet mit Ares erst einmal in der Tradition vom Vorgängeralbum mit hektischen Drums und kreischenden (nicht im Metal-Sinne kreischend) Gitarren. Natürlich gibts auch einen netten, balladigen Zwischenteil. Ein perfekter Opener.
Danach folgt die Single gemacht für den Dancefloor, klasse Beat mit umwerfenden Drums. Durch die Streicher entwickelt der Song einen höchst dramatischen Schluss.
Mit Halo folgt der Bloc Party typischste Song des Albums. Die Gitarre trägt die Melodie vor, schnelles, durchaus simples Schlagzeug und mehrstimmige Gitarren im Chorus. In der Mitte des Songs findet sich wieder ein grandioser Breakdown – wohl eines der wenigen Lieder des Albums die live überhaupt spielbar sind.
Von der Single bis jetzt also ziemlich wenig von der angepriesenen Innovation. Auch Nummer 4 macht hier keine große Ausnahme. Biko ist eine der besten Balladen der Band mit äußerst persönlichen und wahnsinnig traurigen Lyrics. Diese werden mit einer Intensität vorgetragen, dass eigentlich jeder mindestens eine Träne im Auge haben sollte nach dem hören des Songs.
Traurig bleibt es auch bei Trojan Horse welches schon deutlisch experimentieller klingt, auch durchaus tanzbar.
Signs wird fast ausschließlich vom Glockenspiel getragen. Der Bass hält sich dezent im Hintergrund und das Schlagzeug ist fast gar nicht vorhanden, beschränkt sich auf die Bass-Drum.
Danach wird das Tempo deutlich gesteigert, One Month Off wird von den Drums getrieben und wirkt mit der Gitarre zusammen fast schon wie ein Nine Inch Nails Song. Nur das Kele etwas anders singt.
Mit Zepherus folgt der absolute Höhepunkt des Albums. Der Beat kommt vom Drumcomputer, dazu ein paar Streicher, weitere Instrumente Fehlanzeige. Dafür ein unbeschreiblich guter Chor im Background. Der Song beschäftigt sich, wie fast alle des Albums, mit Verlust und wird wiederrum äußerst ergreifend vorgetragen.
And all you said in your quietest voice
Was „I needed you as much as they do“
Danach kann es fast nur noch bergab gehen. Aber Bloc Party schaffen es, die Traurigkeit, ohne schmalzig zu werden, aufrechtzuerhalten. Better Than Heaven hält gewissermaßen auch, was der Titel verspricht und wird zum Schluss hin immer größer und dicker.
Den Abschluss bildet mit einer Länge von 6:33 Ion Square für dessen Lyrics sich Kele Okereke bei E.E Cummings Gedicht I Carry Your Heart With Me bedient hat. Einer gelungener Abschluss für das beste Bloc Party Album, obwohl Hämmer wie Hunting For Witches nicht drauf sind.
Man darf gespannt sein auf das komplette Werk, ob die restlichen Songs auch so gut sind oder das Werk etwas herunterziehen.
Als Vorgeschmack gibts schon mal die neue Single Talons - eines der Lieder, die nicht in der Download-Version enthalten sind.
Buspöbler 13. September 2008
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Vorneweg gleich mal ein paar Dinge:
1)Entschuldigung für den Inhalt.
2) Ich bin definitiv kein Nazi. Denk ich mal.
Gestern abend. Busfahrt aus Stadt nach Neutraubling mit Linie 9 (großer Fehler, ich weiß. Danke.). Zuvor hatten wir das Falnnigans besucht. Im Bus dabei große Teile des Pöbels, das Verhalten von uns dementsprechend. Aber nicht gegen andere, wirklich. Es war halt einfach so lustig. Schon alleine weil Laute sein schönes Hemd mit Cheesburger beschmierte. Jedenfalls haben wir halt gelacht. So eine Scheiße. Irgendwann fängt von hinten ein Mitbürger (und leider muss ich das jetzt hinzufügen) mit Migrationshintergrund an, zu pöbeln. Wen sucht er sich aus? Natürlich mich. Nicht Guggi oder Dennis, ne mich, die rote Socke. Ironie. Jedenfalls meint er ich soll aufhören zu lachen. War in dem Moment für mich echt schwer. Und ich soll doch bitte nach vorne schauen. War für mich auch recht schwer weil der Sitz nicht in Fahrtrichtung montiert war. Jedenfalls meint er, zu mir herkommen zu müssen und mir Schläge anzudrohen. Ich mein entschuldigung? First of all, ich hab nix gemacht. Second, er war ungefähr 16 oder sowas und pöbelt mich an. Während Guggi daneben sitzt. Idiot. Naja, er hatte anscheinend aber relativ intelligente Freunde dabei, die ihm das mit Pöbeln versucht haben auszureden. Klappte nicht ganz, er kam insgesamt drei mal zu mir vor. Bis er dann aussteigen musste. Passiert ist nichts.
Aber…ich muss mich doch nicht im Bus von kleinen Kindern anpöbeln lassen. Wo sind wir? Und es tut mir echt Leid, aber wenn ich nach England ziehe, pöbel ich da auch nicht ständig rum, sondern verhalt mich normal. Ich sag ja gar nix, aber er soll doch bitte mich in Ruhe lassen, ich mein…hallo? Wenn er aufn Guggi oder Rafi los gegangen wär…aber auf mich? Sinnfrei. Total. War trotzdem lustig. Fragt Laute.
Trööööt 1. September 2008
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Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen:
Damals…Schule 25. August 2008
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Vor über einem Jahr ging meine Schullaufbahn nach 14 mehr oder weniger erfolgreichen Jahren zu Ende. Jetzt, kurz vorm Studium und mit einigem gedanklichen Abstand zu dieser…Institution ist es Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen.
Was habe ich also gelernt? Viel, zu viel. Aber ich bin froh, schon einmal in meinem Leben von diversen Dingen gehört zu haben. Auch von Infinitesimalrechnung. Kann nie schaden. Auch wenn ich es damals nicht geglaubt habe. Ich bin auch dem Geschichts-LK auf Lebenszeit dankbar. Nicht wegen dem Stoff, sondern wegen der Art zu arbeiten, die man dort vermittelt bekam. Das richtige Lesen von Texten. Hilft doch ungemein, auch für eine Pressemitteilung der CSU.
Was – zumindest in meinem Fall – aber am meisten hängen blieb, war das Wissen, nichts richtig zu wissen, zu können oder zu beherschen. Hat mir etwas zu schaffen gemacht. Wenn man in die freie Welt hinauskommt in dem Glauben, das alles, was man bis jetzt erreicht, gelernt und geschafft hat sinnlos oder zumindest minderwertig ist. Welche Fähigkeiten ich habe? Vor einem Jahr hätte ich gesagt: Keine. Ich wär in sämtliche offene Messer gerannt die auf meinem Weg aufgetaucht sind. Bis ich irgendwann von anderen gelernt habe, etwas zu können, nicht ganz so dumm zu sein, wie ich dachte. Dank geht also in erster Linie an alle Mitarbeiter der BSF am CKH St. Josef. Und natürlich an die Schüler, deren Schulaufgaben so unglaublich aufbauen sind. Spaß. War ich vor einem Jahr noch depressiv, weil ich weder wusste was ich studieren, geschweige denn mit was ich Geld verdienen soll, noch wahnsinnig motiviert für die dunkle, böse, kalte Welt da draußen. Jetzt steht die Uni kurz bevor und ich habe wieder Angst, in diesen Abgrund zu stürzen. Nirgends ist der Vergleich untereinander größer, nirgends bekommt man stärker gezeigt wie blöd oder intelligent man ist, auf einmal zählen wieder auswendig gelerntes Wissen und gute Noten. Wo sich doch in der echten Welt niemand dafür interessiert. Es gibt nämlich tatsächlich Menschen, die Fähigkeiten erkennen und fördern. Schade, dass das in der Schule so selten der Fall war.


