Joseph von Eichendorff – DIE Novelle
Für alle, die wegen seiner Novelle auf diese Seite gekommen sind gibts hier eine Zusammenfassung (natürlich entnommen aus Wikipedia):
Inhaltsangabe
Die Sehnsucht nach der Ferne und der väterliche Unmut führen einen Müllersohn dazu, in die Welt hinauszugehen, in der er sein Glück finden will.
Mit seiner Geige streift er ziellos umher und lässt sich von Zufällen und Abenteuern bestimmen. Als erstes kommt er auf ein Schloss in der Nähe von Wien. Dort wird er Gärtnerbursche und später Zolleinnehmer. Er verliebt sich in Aurelie (eine der „schönen Damen“ des Schlosses). Ihre Unerreichbarkeit treibt ihn jedoch dazu, seine Wanderung fortzusetzen.
Sein Weg führt ihn nach Italien, wo er sich in eine bunte und geheimnisvolle Kette von Liebeleien unter verkleideten Gräfinnen, Bauern, Malern und Musikanten verwickelt, bis er aus Sehnsucht nach der Heimat und nach Aurelie Rom verlässt.
Mit einer Schar musizierender Studenten aus Prag kehrt er auf einem Donauschiff zum Schloss zurück und erfährt, dass Aurelie keine Gräfin, sondern eine Nichte des Schlossportiers ist und ihn liebt. Nachdem sich alles aufgeklärt hat, heiratet er Aurelie.
Personenkonstellation
Die Personen dieser Novelle lassen sich anhand ihrer Lebenseinstellungen in zwei Gruppen einteilen.
Zum einen sind Charaktere vorhanden, welche optimistisch in die Zukunft blicken und demnach auch mutig, naturverbunden und abenteuerlustig leben (die Romantiker).
Zum anderen sind Figuren enthalten, welche als träge, pessimistisch und langweilig bezeichnet werden können und im Kontrast zur anderen Gruppe stehen, d.h. einen typischen Spießbürger vertreten. (Philister)
Der Taugenichts
Der Taugenichts, Protagonist dieser Novelle, wird gleich zu Beginn der Handlung von seinem tüchtigen Vater in die Welt hinausgeschickt, um auf diese Weise selbstständig für seinen Broterwerb Sorge tragen zu müssen.
Schon hier werden dem aufmerksamen Leser die unterschiedlichen Lebensauffassungen von Vater und Sohn verdeutlicht. Der Vater akzentuiert die ihm wichtige Rolle des Lernens des eigenständigen Gelderwerbs, während der Taugenichts mit der Auffassung von zu Hause aufbricht, einfach nur sein Glück zu machen.
Zur Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes des Taugenichts werden während der gesamten Handlungen jegliche Arten von Definitionen und Hinweisen vermieden. Dennoch gelingt es dem Autor, alleine durch die Vielfalt an zufälligen Begebenheiten, sowohl durch die Personifizierung des Protagonisten als Taugenichts selbst, dem Leser ein mit solcher Evidenz und Aussagekraft strahlendes Bild vor das geistige Auge zu rücken, so dass eine Beschreibung seines Äußeren nicht notwendig ist und zweitrangig wird.
Der Taugenichts verhält sich unbekannten Personen gegenüber äußerst aufgeschlossen, geht offen auf diese zu und ist in der Lage, bei seinen Mitmenschen durch seine wahrhaft rein menschliche und in sich ruhende unvoreingenommene Art wie auch durch seine Anspruchslosigkeit, einen angenehm bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Fähigkeiten, unter einem rationalen-sinnvollen Aspekt betrachtet, sind beim Taugenichts nicht vorhanden. Der Taugenichts selber ist nutzlos und wünscht, die Welt als Ganze auch nutzlos sehen zu können (siehe Gartenbewirtschaftung; edle Blumen statt Kartoffeln unpraktisch-empfindsamer Zweck: Beschenkung der hohen Dame). Eine dennoch nicht unwichtige Fähigkeit des Taugenichts ist die des Geige-Spielens. Dieses Geige-Spiel gibt ihm die Möglichkeit, seine Gefühle auszudrücken und zudem ist er so in der Lage, die Menschen, die ihn in diesem Moment umgeben, zu erheitern.
Die seelische Verfassung des Taugenichts ist leicht beeinflussbar, da bestimmte Situationen, in denen er mit aus bestimmten Handlungen resultierenden Emotionen konfrontiert wird (gleich ob in positiver oder negativer Hinsicht), eine Veränderung seines Gemütszustandes bewirken. In konsequenter Fortführung dieses Gedankens bleibt zu erwähnen, dass die seelische Verfassung des Protagonisten auch als Spiegelbild den momentan herrschenden Naturzustand wie auch die beschriebenen Landschaftseindrücke reflektiert. Ferner steht fest, dass der Taugenichts die Natur, ihre Vielfalt und Schönheit liebt und zu schätzen weiß.
Ziele oder Pläne sind beim Taugenichts zu Beginn des Aufbruchs von zu Hause nicht vorhanden, da seine Bedürfnisse ständig zwischen völligem Müßiggang und erwartungsvollem Vagabundentrieb schwanken. Erste Pläne entwickeln sich erst, nachdem er auf dem Schloss in Wien eine Anstellung findet und sich in die Nichte des Portiers verliebt. Von dem Gedanken beflügelt, Aurelie für sich zu gewinnen, ist der Taugenichts letztendlich durch unerbittliche Hartnäckigkeit in der Lage, sein Vorhaben zu realisieren.
Entgegen der normal-bürgerlichen Lebensweise lässt der Taugenichts sein Leben durch keinerlei Erwartungsdruck prägen und kann so sein Glück, das er als Liebe, Fröhlichkeit und Anspruchslosigkeit definiert, erreichen.
Erzählweise
Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive (personale Ich-Perspektive) geschildert, d.h., der Erzähler ist ein Teil der dargestellten Wirklichkeit und erlebt das Geschehen mit.
Dadurch ist der Leser auf die subjektive Schilderung des Erzählers beschränkt, wodurch der Leser ein besonders tiefes Gefühl der Verbundenheit mit dem erzählenden Ich erfährt.
Außerdem streut von Eichendorff einige seiner Gedichte ein, die der Taugenichts in der Novelle mit seiner Geige vor sich her spielt und dazu singt.
Weiterhin ähnelt die Novelle einem Märchen, was durch die märchenhaft glücklichen Fügungen, die das Schicksal des Taugenichts bestimmen, und die märchenhaften Landschaften mit ihren Schlössern, Gärten und Wäldern zum Ausdruck kommt.
Erstausgabe
Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild. Zwei Novellen nebst einem Anhange von Liedern und Romanzen. Berlin: Vereinsbuchhandlung 1826, 278 S. + 3 nicht paginierte Blätter mit Verlagsanzeigen.
Verfilmung
Aus dem Leben eines Taugenichts wurde 1973 unter der Regie Celino Bleiweiß mit Dean Reed als Taugenichts von der DEFA recht frei verfilmt.
Eine eng an der Novelle orientierte Verfilmung hat Bernhard Sinkel mit Jacques Breuer in der Hauptrolle 1978 realisiert. Als Co-Produktion mit dem Fernsehen lief diese Fassung auch mehrfach im ZDF.


gibt es keine verfilmung von ,,das marmorbild´´
danke wer auch immer den artikel reingestellt un bearbeitet hat
SEHR GUTER ARTIKEL