Liquid Democracy 3. September 2009
Posted by paschendale in Politik.trackback
Die Piratenpartei hat sich ein neues politisches Konzept ausgedacht: Liquid Democracy. Kurz zusammengefasst bedeutet das, dass man sich zu jedem Thema einen Wunsch-Repräsentanten wählen darf. Steuer FDP, Soziales SPD und Internet CDU in etwa.
Mich würde interessieren, ob sich jemand in dieser Partei schon einmal mit politischen Theorien und Systemlehre auseinandergesetzt hat. Mich würde auch interessieren, ob irgendjemand, der die Piraten ganz toll und ganz hipp findet, Ahnung hat, was Politik ist, wie und wo gespielt wird?
Eine weitere interessante Frage ist, wie wichtig das Internet ist? Medienwirksamkeitsstudien zu Print- und visuellen Medien in Italien haben gezeigt, dass die politische Berichterstattung (fast) keinen oder nur einen geringen Einfluss auf die Wahlentscheidung der Bevölkerung hat. Wobei hier zu beachten ist, dass die italienischen Medien … nennen wir es: speziell sind. Also ungefähr so zensiert, wie das Internet in Deutschland. Grob. Jedenfalls… muss eine politische Partei meine Internetinteressen im Parlament vertreten? Ich könnte auch meinen Sportverein ins Parlament wählen: mehr Fußballplätze! Ich bin Fan von Wolfsburg, weil die sind Meister. Nächstes Jahr aber wieder Bayernfan. Aber dann nicht mehr, weil dann ist Ribéry weg. Da weiß ich noch nicht, was ich dann gut finde. Hoffenheim?


wow, das ich dir bei einem politischen Thema mal zustimmen würde, hätt ich nicht gedacht