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Bloc Party – Intimacy 16. September 2008

Posted by paschendale in Musik.
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Seit 21. August ist die digitale Version des neuen Bloc Party Albums zu erstehen. Ab 27. Oktober kann man sich dann die CD kaufen, auf welcher 3 oder 4 Lieder mehr enthalten sein sollen als in der Download-Version.
Die Single Mercury hat es bereits angekündigt, Bloc Party geht einen neuen Weg.
Doch das Album startet mit Ares erst einmal in der Tradition vom Vorgängeralbum mit hektischen Drums und kreischenden (nicht im Metal-Sinne kreischend) Gitarren. Natürlich gibts auch einen netten, balladigen Zwischenteil. Ein perfekter Opener.
Danach folgt die Single gemacht für den Dancefloor, klasse Beat mit umwerfenden Drums. Durch die Streicher entwickelt der Song einen höchst dramatischen Schluss.
Mit Halo folgt der Bloc Party typischste Song des Albums. Die Gitarre trägt die Melodie vor, schnelles, durchaus simples Schlagzeug und mehrstimmige Gitarren im Chorus. In der Mitte des Songs findet sich wieder ein grandioser Breakdown – wohl eines der wenigen Lieder des Albums die live überhaupt spielbar sind.
Von der Single bis jetzt also ziemlich wenig von der angepriesenen Innovation. Auch Nummer 4 macht hier keine große Ausnahme. Biko ist eine der besten Balladen der Band mit äußerst persönlichen und wahnsinnig traurigen Lyrics. Diese werden mit einer Intensität vorgetragen, dass eigentlich jeder mindestens eine Träne im Auge haben sollte nach dem hören des Songs.
Traurig bleibt es auch bei Trojan Horse welches schon deutlisch experimentieller klingt, auch durchaus tanzbar.
Signs wird fast ausschließlich vom Glockenspiel getragen. Der Bass hält sich dezent im Hintergrund und das Schlagzeug ist fast gar nicht vorhanden, beschränkt sich auf die Bass-Drum.
Danach wird das Tempo deutlich gesteigert, One Month Off wird von den Drums getrieben und wirkt mit der Gitarre zusammen fast schon wie ein Nine Inch Nails Song. Nur das Kele etwas anders singt.
Mit Zepherus folgt der absolute Höhepunkt des Albums. Der Beat kommt vom Drumcomputer, dazu ein paar Streicher, weitere Instrumente Fehlanzeige. Dafür ein unbeschreiblich guter Chor im Background. Der Song beschäftigt sich, wie fast alle des Albums, mit Verlust und wird wiederrum äußerst ergreifend vorgetragen.
And all you said in your quietest voice
Was „I needed you as much as they do“
Danach kann es fast nur noch bergab gehen. Aber Bloc Party schaffen es, die Traurigkeit, ohne schmalzig zu werden, aufrechtzuerhalten. Better Than Heaven hält gewissermaßen auch, was der Titel verspricht und wird zum Schluss hin immer größer und dicker.
Den Abschluss bildet mit einer Länge von 6:33 Ion Square für dessen Lyrics sich Kele Okereke bei E.E Cummings Gedicht I Carry Your Heart With Me bedient hat. Einer gelungener Abschluss für das beste Bloc Party Album, obwohl Hämmer wie Hunting For Witches nicht drauf sind.
Man darf gespannt sein auf das komplette Werk, ob die restlichen Songs auch so gut sind oder das Werk etwas herunterziehen.
Als Vorgeschmack gibts schon mal die neue Single Talons - eines der Lieder, die nicht in der Download-Version enthalten sind.

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